„Wintereinbruch“ mitten im Februar

Nach einem fast frühlingshaft anmutenden Donnerstag beschäftigten uns am Freitag zwei sehr kleinräumige Tiefdruckgebiete. Diese brachten kurzzeitig bis in tiefe Lagen Schnee, etwas weiter oben wurde es sogar richtig winterlich.

Frühlingshaft anmutendes Wetter am 10. Februar

Am Donnerstag (10. Februar) passte das Wetter nun so gar nicht zum Datum. Bis zum Mittag war es verbreitet Sonnig, dazu gab es frühlingshafte Temperaturen. Sachsenweiter Spitzenreiter war die Station Dresden-Strehlen mit 13,4°C. Repräsentativ für die tieferen Lagen im Osterzgebirge kam Dippoldiswalde-Reinberg auf ein Maximum von 11,4°C und sogar Zinnwald-Georgenfeld auf knapp 880 m ü. NN meldete 5,6°C. Die erste Februardekade konnte in der Region somit Abweichugen von 3,5 K (Zinnwald) bis 5,2 K (DD-Strehlen) aufweisen.

Ein kleines Tief in der Nacht zu Freitag erinnerte und dann aber nochmal höflich an die eigentliche Jahreszeit. Die schleifende Kaltfront von Tief „Tanyalak“ brachte teilweise Schneefälle bis weit in die Niederungen. Gab es zunächst bis in die Hochlagen Regen, so ging der Niederschlag allmählich in Schnee über. Am Freitagmorgen lag oberhalb von ca. 300 Metern zunehmend Schnee. Hier kam es aber auch auf die genaue Lage an, denn nicht überall fiel in der Nacht zu Freitag gleich viel. Während Nossen auf 306 m bereits 3 cm Schnee meldete, so lag westlich des Weißeritztales noch kaum etwas (zumindest meldeten dies die automatischen Wetterstationen). Bedeutender war hingegen ein Niederschlagsgebiet, welches die Region von ca. 8 bis 10 Uhr überquerte. Starke Schneefälle zuckerten die Landschaft ab etwa 200m Höhe an, oberhalb von ca. 350 m war es tief verschneit. Genaue Schneehöhen werden wir aber niemals erfahren, denn automatische Wetterstationen mit Schneehöhenmessung (mit zugegebenermaßen sehr ungenauen Werten) melden nur aus Dresden-Klotzsche, Lichtenhain und Zinnwald. Abseits der Gebirge taute der Schnee relativ zügig wieder. Die Schneehöhen am Samstagmorgen (DWD; in Klammern die Meldung vom Vortag):

  • Zinnwald-Georgenfeld: 42 cm (38 cm)
  • Deutschneudorf-Brüderwiese: 26 cm (21 cm)
  • Holzhau: 18 cm (14 cm)

Ein paar Impressionen vom „Stundenschnee“, entstanden am Stieglitzberg bei Obernaundorf (Schneehöhe ca. 2 bis 5 cm):

Nach dem Niederschlag klarte es in der Nacht zu Samstag vielfach auf und seit langem gab es auch im Tiefland wieder Frost. Die Tiefstwerte am Morgen des 12. Februar:

  • Zinnwald-Georgenfeld: -8,1°C
  • Deutschneudorf-Brüderwiese: -6,1°C
  • Dippoldiswalde-Reinberg: -4,1°C
  • Dresden-Strehlen: -3,0°C
  • Dresden-Klotzsche: -3,0°C
  • Dresden-Hosterwitz: -2,3°C
  • Nossen: -2,2°C

Auch am Samstagnachmittag war der Frost noch in einigen Regionen zu spüren, die Poisenteiche im Poisenwald waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen und in geschützten Lagen herrschte weiter leichter Bodenfrost.

Poisenteiche, gespeist vom „Fütterungsgraben“

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