Sonniges Hochdruckwetter mit eisigen Nächten – kein Niederschlag in Sicht

Seit Ende Februar haben wir es – im Gegensatz zum von Tiefdruck geprägtem Wetter im Januar und Februar – mit kräftigen Hochdruckgebieten zu tun. Die Luftmassen kommen aktuell aber noch aus Ost bzw. Nordost, was zur Folge hat, dass es speziell in den Frühstunden noch sehr kalt ist.

Die obenstehende Karte zeigt die Wetterlage vom 08. März. Vom südlichen Skandinavien bis zum Mittelmeer liegt das Hochdruckgebiet „Martin“. Noch vor wenigen Stunden lag das Zentrum des Hochs westlich von uns, was die Nordöstliche Strömung verursacht hat. Die Ausläufer eines Tiefdruckgebietes störten am vergangenen Wochenende zeitweise das Hochdruckwetter, lokal gab es etwas Schnee und sogar Dauerfrost. Am 06. März lag das Flächenmittel der Höchsttemperatur in Sachsen bei nur 0,5°C. Dippoldiswalde-Reinberg (Tx -0,5°C) und Zinnwald-Georgenfeld (Tx -5,1°C) blieben beispielsweise ganztägig im Dauerfrost, ebenso am 04. März.

Wie schon angesprochen sind aktuell insbesondere die Frühstunden äußerst kalt mit teilweise zweistelligen Minusgraden. Eine Übersicht der bisher tiefsten Tiefsttemperaturen der Region in diesem März:

  • Deutschneudorf-Brüderwiese: -10,6°C (02. März)
  • Zinnwald-Georgenfeld: -8,8°C (01. März)
  • Dippoldiswalde-Reinberg: -6,8°C (02. März)
  • Dresden-Strehlen: -6,1°C (03. März)
  • Lichtenhain-Mittelndorf: -6,0°C (03. März)

Keine einzige Wetterstation in Sachsen meldete bisher auch nur einen einzigen Tag ohne Frost in diesem März. Dementsprechend weist der März bei der Temperatur aktuell auch eine negative Abweichung (ca. -1 Grad) auf.

Auch die nächsten Tage werden weiter vom Hochdruckwetter dominiert. Dabei wird es auch zunehmend milder, da aus Westen Tiefdruckgebiete aufdringlicher werden und es langsam zu einer milden Südwestströmung kommt. Höchsttemperaturen von 10 bis 15 Grad sind zu erwarten. Zudem bleibt es weiter sehr trocken – der GFS Hauptlauf berechnete heute morgen ein Andauern der Hochdrucklage bis zum Ende der Berechnungen. Dies würde zweifellos bedeuten, dass sich der März zu den trockensten der vergangenen Jahre gesellen würde. Noch ist aber natürlich nichts sicher, erst recht nicht die Niederschlagswahrscheinlichkeit in zwei Wochen. Sollte es aber tatsächlich so oder so ähnlich kommen, würde das eine enorme Belastung der Vegetation bedeuten.

Ein Gedanke zu „Sonniges Hochdruckwetter mit eisigen Nächten – kein Niederschlag in Sicht

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