Trockenes Hochdruckwetter dauert an – Sonnenschein-Rekord geknackt

Seit Ende Februar herrscht in weiten Teilen der Region trockenes und meist sehr sonniges Hochdruckwetter. Eine Ausnahme bildete das erste Märzwochenende sowie die Monatsmitte mit einem Kaltlufteinbruch bzw. etwas Regen.

Beim Niederschlag war der März bisher wesentlich zu trocken. Verglichen mit anderen Bundesländern steht Sachsen allerdings noch relativ gut da. Ein paar Zahlen aus der Region:

Quelle: DWD Opendata

In etwa sind in den meisten Orten ca. 10 bis 20 Prozent des langjährigen Mittels gefallen. Das sächsische Flächenmittel liegt aktuell bei knapp 20%, was auf etwas mehr Niederschlag im Westen des Bundeslandes zurückzuführen ist. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs gab es im gesamten Monat noch gar keinen Niederschlag, in Berchtesgaden sind immerhin lokal schon über 30 l/m² gefallen. Die Waldbrandgefahr ist erneut hoch, sie liegt bei Stufe 3 bis 4.

Der Dürremonitor des UFZ zeigt, verglichen mit den Vorjahren, in einigen Teilen des Landes wieder eine schwere Dürre an:

Dürresituation Gesamtboden; (c) ufz.de

Die Bodenfeuchte ist im Erzgebirgsvorland aber vertretbar und noch wenig besorgniserregend. Lehmiger Boden ist noch relativ gut gesättigt, unter lehmigen Sand (zweite Grafik) liegt die nutzbare Feldkapazität bei 60% bis 90% (mit den niedrigeren Werten im Dresdner Raum).

Temperaturmäßig ist der März aktuell leicht zu mild. Die Abweichungen reichen von +0,5 K in Deutschneudorf-Brüderwiese bis +1,8 K in Lichtenhain-Mittelndorf (Flächenmittel Sachsen: +1,0 K; bezogen auf das Mittel 1961-1990). Die Grünlandtemperatursumme von 200 K ist im Elbtal bereits Mitte März erreicht worden, im Erzgebirge wird sich der Vegetationsbeginn noch einige Zeit hinziehen (GTS Zinnwald-Georgenfeld: 61,9 K; Stand 25. März).

Einen neuen Rekord hat der Monat bereits aufgestellt: Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es so sonnig wie in diesem März. Im Deutschlandmittel gab es im März schon 200 Sonnenstunden (Stand 25. März). Der bisherige Rekord stammt aus 1953.

Die Niederschlagssituation wird sich in den kommenden Tagen voraussichtlich etwas entschärfen. Das Wetter wird unter Tiefdruckeinfluss zunehmend unbeständiger und Regen wird erwartet. Nächste Woche könnte es zu einem markanten Kaltlufteinbruch mit Schnee bis in tiefere Lagen kommen, das ist allerdings noch sehr unsicher. Anschließend wird es aber wohl wieder wärmer.

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