Tiefdruck bringt wichtigen Dauerregen

Nachdem der Samstag unter dem Einfluss eines schwachen Hochdruckkeiles vielerorts sehr freundlich und frühlingshaft verlief (Tx bis zu 18°C) stand am Sonntag mit kräftigen Regenfällen genau das Gegenteil an. Langanhaltender Landregen brachte insbesondere den südlicheren Lagen der Region nicht gerade wenig Regen.

Bodennah befindet sich Deutschland am Samstag in einer nordöstlichen Strömung. Ursache ist ein blockierendes Hockdruckgebiet bei Island und Grönland, was eine sehr südlich verlaufende Frontalzone als Folge hat. Von den Azoren über Mitteleuropa bis ins nordwestliche Russland befinden sich mehrere Bodentiefs und mehrere Höhentiefs, letztere sorgten im Westen Deutschlands für Starkregenfälle (RR Bielefeld-Deppendorf: 40,3 mm).

Durch Warmluftadvektion (WLA) des Bodentiefkomplexes Süddeutschland/Tschechien kommt es von Baden-Württemberg bis nach Sachsen zu teils kräftigen Niederschlägen. Insbesondere in Staulagen (Erzgebirge) sowie bei konvektiver Verstärkung kommt es dabei auch zu höheren Regensummen.

Ab ca. 11 Uhr am Sonntag setzte im Osterzgebirge der erste Regen ein, welcher sich bis zum späten Nachmittag weiter verstärkte. Besonders kräftige Regenfälle gab es dabei an der Tschechisch-Sächsischen Grenze zwischen Altenberg und dem Zittauer Gebirge: www.kachelmannwetter.com

Die Radarauswertung ergibt Regenmengen von teilweise über 50 l/m² in der Region rund um Sebnitz. Dies ist aber wohl zu hoch angesetzt, die Messwerte stützen solche Summen nicht. Einige ausgewählte 24-Std.-Messwerte (Quelle Kachelmannwetter):

  • Zinnwald-Georgenfeld: 24,2 mm
  • Bad Gottleuba: 22,5 mm
  • Dippoldiswalde-Reinberg: 20,9 mm
  • Lohmen: 16,6 mm
  • Dresden-Hosterwitz: 13,7 mm
  • Dresden-Flughafen: 7,0 mm

Zu erkennen ist, wie so oft, ein deutliches Süd-Nord-Gefälle mit den höchsten Regenmengen vom Erzgebirgskamm bis ins Erzgebirgsvorland (speziell Bannewitz und Freital), private Stationen (s. AWEKAS) meldeten auch hier Regenmengen von 15 bis 20 l/m², was angesichts der anstehenden trockenen Witterung sehr wichtige Summen waren.

Daten zum Monatssoll werden noch zeitnah ergänzt.

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